Holzterrasse bauen

Holzterrasse bauen

Mit unserer einfachen Anleitung können Sie Ihre Holzterrasse Schritt für Schritt selber bauen. Wir haben uns bei der Anleitung für die Konstruktionsweise Holzterrasse auf Splittbett und Gehwegplatten entschieden. Diese ist bei unseren Kunden sehr beliebt und hat sich bestens auf natürlich gewachsenem, ebenem Untergrund wie einer Rasenfläche bewährt.

Unser Tipp: Lesen Sie unsere Anleitung am besten einmal komplett durch, bevor Sie mit dem Holzterrasse bauen starten, um sich einen Überblick über die anstehenden Arbeiten zu verschaffen.

Welche Terrassendielen eignen sich zum Holzterrasse selber bauen?

Diese Frage beantworten wir Ihnen in unserem Ratgeber „Terrasse Bodenbelag: So finden Sie den richtigen Terrassenbelag“ ausführlich. Sie lernen darin die Vor- und Nachteile aller gängigen Materialien kennen, die sich als Bodenbelag eignen: Aluminium, Holz, WPC (ein Verbundmaterial aus vier Fünfteln Holz und einem Fünftel Kunststoff), Zierkies, Ziersplitt, Outdoorfliesen aus Keramik oder Steinzeug, Pflastersteine aus Beton und Kunststein.

Können Sie sich bei dem Wunsch nach einer DIY-Holzterrasse nicht zwischen Echtholzdielen und Dielen in Holzoptik aus WPC entscheiden, hilft Ihnen dieser Ratgeber von uns weiter: „Terrassendielen aus Holz oder WPC: Vor- und Nachteile“.

In 10 Schritten eine Holzterrasse selber bauen

Die Terrassenkonstruktion besteht grundsätzlich aus drei Schichten:

  • Unterbau
  • Unterkonstruktion
  • Terrassenbelag

Wir beschreiben Ihnen im Folgenden Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Holzterrasse von Grund auf errichten können. Los geht’s mit dem Vorbereiten des Unterbaus:

Schritt 1: Platz da für die Holzterrasse!

Sie haben sich für Ihren künftigen Terrassenplatz entschieden? Prima! Dann können Sie sich als Erstes daran machen, die Terrassenfläche genau abzustecken. Das gelingt mit einer Richtschnur und passenden Holzpflöcken zum Markieren der Ecken. Achten Sie beim Abstecken der Terrassenfläche auf diese zwei Punkte:

  1. Die Richtschnur sitzt auf der Höhe der Oberkante der Holzterrasse.
  2. Die Terrasse braucht ein Gefälle, das der Entwässerung dient und Staunässe vorbeugt.

Unser Tipp: Das Gefälle muss immer von gegebenenfalls angrenzenden Gebäuden wegführen. Die Terrassenfläche muss auf einer Strecke von einem Meter (m) um einen Zentimeter (cm) abfallen, so dass das Gefälle zwei Prozent (2 %) beträgt. Wie Sie das Gefälle genau berechnen, zeigen wir in unserem gleichnamigen Ratgeber.

Alternativ können Sie auch ein handelsübliches Markierungsspray benutzen.

Grube ausheben

Schritt 2: Grube ausheben

Heben Sie den Untergrund im gesamten abgesteckten Feld aus. Gibt es dort Rasen, müssen Sie zuerst die Grasnarbe und dann das Erdreich darunter entfernen. Wichtig: Auch dabei ist das Gefälle zu beachten. Soll Ihre Terrasse eingefasst werden, müssen Sie die Grube an allen Seiten um 50 cm erweitern.

Unser Tipp: Die Grubentiefe müssen Sie entsprechend der Gesamthöhe der späteren Terrassenkonstruktion anpassen.

Schritt 3: Untergrund vorbereiten

Ist die Grube tief genug, müssen Sie den Grubenboden von Steinen, Wurzeln & Co. befreien und glätten. Das können Sie mit einer Harke oder einem Rechen machen. Sind Sie damit fertig, gilt es, den Untergrund zu verdichten. Dabei hilft Ihnen eine sogenannte Rüttelplatte, die Sie sich bei entsprechenden Baumaschinenvermietern mieten können. Denken Sie daran, dass der Untergrund auch nach dem empfohlenen zweimaligen Drüberfahren mit der Rüttelplatte noch das geplante Gefälle von zwei Prozent hat.

Schritt 4: Errichten der sogenannten Tragschicht

Schichtweise füllen Sie die Grube jetzt mit Schotter in einer Gesamthöhe von 20 cm aus, der als Frostschutzschicht dient. Seine Körnung sollte 3,2 bis 4,5 cm betragen. Jede Schotterschicht sollte 5 bis 10 cm hoch sein und muss einzeln mit der Rüttelplatte verdichtet werden. Ein mehrmaliges Darüberfahren ist ratsam. Am Ende sollte die oberste Schotterschicht einen Abstand von etwa 18 cm zur Richtschnur haben. Und wir können es nicht oft genug wiederholen: Auch hier muss das Gefälle zwei Prozent betragen!

Schritt 5: Errichten der Ausgleichsschicht

Auf die tragende Schotterschicht folgt die sogenannte Ausgleichsschicht. Als Ausgleichsmaterial eignet sich sogenannter Pflastersplitt (Körnung: 0,2 bis 0,5 cm). Die Ausgleichsschicht sollte 4 cm hoch sein. Haben Sie den Splitt flächig aufgetragen, müssen Sie ihn glätten – der Fachmann sagt auch: abziehen. Dabei helfen sogenannte Abziehlehren, zwischen die Sie den Splitt schütten. Anschließend ziehen Sie den Splitt mit einem Abziehbrett oder einer Setzlatte ab. Und denken Sie auch hier an das Gefälle!

Gefälle Terrasse berechnen

Schritt 6: Vlies ausrollen

Bedecken Sie die Splittschicht komplett mit einem speziellen Unkrautvlies. Das verhindert, dass Unkraut von unten durch Ihren Terrassenboden stößt. Das Vlies gibt’s im Fachhandel von der Rolle. Achten Sie darauf, dass sich die einzelnen Vliesbahnen ausreichend überlappen – ratsam sind Überlappungen von 10 cm. Andernfalls könnte sich dort Unkraut durchschieben.

Schritt 7: Randsteine setzen

Als Nächstes müssen Sie über die gesamte Terrassenfläche hinweg reihenweise Randsteine (Gehwegsteine) setzen, auf die im Folgenden die Unterkonstruktion montiert wird. Der Abstand sollte von Steinmittelpunkt zu Steinmittelpunkt 50 cm betragen. Ein Abstandshalter hilft beim richtigen Verlegen. Klopfen Sie die Steine anschließend fest, am besten mit einem Gummihammer.

Unser Tipp: Ist eine Entwässerungsrinne geplant, sollten Sie diese jetzt verlegen. Sollen die Terrassendielen später an eine Wand von Wohn- oder Gartenhaus stoßen und in etwas auf gleicher Höhe wie die Türschwelle liegen (stufenloser Übergang von drinnen nach draußen), ist es ratsam, eine Entwässerungsrinne in Türbreite zu errichten, damit Ihnen künftig kein Wasser von der Terrasse ins Haus läuft und dort Schaden anrichtet, zum Beispiel auf dem Parkett.

Mitunter schreiben Hersteller von Terrassenbelägen ein sogenanntes Streifenfundament und liefern die "Zutaten" gleich mit.

Schritt 8: Unterkonstruktion auf Randsteinen befestigen

Sie kommen gut voran! Sitzen die Randsteine fest, können Sie mittig darauf und parallel zur Hauswand die Balken für die Unterkonstruktion befestigen. Durchbohren Sie dazu zuerst die Balken und markieren Sie anschließend das Bohrloch auf den Randsteinen. Erst dann bohren Sie dort und setzen die passenden Dübel ein. Bevor Sie die Balken festschrauben, legen Sie die speziellen Auflagepads aus Gummigranulat (auch Unterlagspad genannt) mittig über den Dübel, so dass sie schlussendlich zwischen Randstein und zugehörigem Balken sitzen. Die Pads verlängern die Lebensdauer des Holzes. Wichtig ist außerdem gegebenenfalls ein Abstand zur Wohnhaus- oder Gartenhauswand – 3 cm sollten reichen. Und an Stoßstellen zwischen zwei Balkenenden auf einem Randstein sollten Sie mindestens 1 cm Dehnungsabstand einhalten.

Terrassendielen verlegen

Schritt 9: Terrassendielen verlegen

Zeit für die Generalprobe! Bevor Sie die Terrassendielen montieren, verlegen Sie sie am besten einmal komplett. So sehen Sie auch, wo Sie einzelne Dielen später passgenau zuschneiden müssen. Wobei Sie am Rand Überstände zunächst ignorieren können. Überstehende Bretter kürzen Sie am Ende der Montage passgenau ein.

Montieren Sie anschließend die erste Terrassendiele. Sie muss korrekt sitzen, da Sie alle weiteren Dielen daran ausrichten. Halten Sie sich beim Verlegen der Terrassendielen unbedingt an den zugehörigen Verlegeplan. Wie Sie die Terrassendielen richtig verlegen, erklären wir Ihnen ausführlich in unserem gleichnamigen Ratgeber. Daher fassen wir uns an dieser Stelle nur kurz:

  • Glatte Dielen können Sie längs oder parallel zur Hauswand verlegen, Dielen mit Profil nur längs, da sonst das Wasser nicht richtig ablaufen kann.
  • Achten Sie auf den korrekten Sitz der Abstandshalter unter den Terrassendielen. Sie sorgen später für ein gleichmäßiges Fugenbild. Ratsam sind Fugenabstände von jeweils 0,5 cm.
  • Müssen Sie Dielen in der Länge anpassen, legen Sie am besten die Brettunterseite nach oben. Sollte das Holz beim Zuschneiden splittern, geschieht dies zumindest nicht auf der Sichtseite der Diele. Die Schnittkanten können Sie bei Bedarf mit geeignetem Schleifpapier abschleifen.

Unser Tipp: Bei Dielen mit Profil sollten Sie die Schrauben zum Befestigen nicht in die Profilrillen setzen, wo sich Wasser eher sammelt, sondern auf die höheren Bereiche.

Schritt 10: Verblendung montieren

Wenn Sie keine extra Terrassenbodeneinfassung vorhaben, können Sie jetzt abschließend rund um den Terrassenbelag Abschlussleisten befestigen, um damit die teils noch sichtbare Unterkonstruktion zu verblenden. Die Leisten können Sie sich passgenau aus gegebenenfalls übrig gebliebenen Terrassendielen zurechtschneiden.

Unser Tipp: Heben Sie sich auf jeden Fall eine Handvoll Terrassendielen im Originalzustand auf und lagern Sie diese entsprechend ein. So haben Sie bei Bedarf immer optisch passendes Material für kleine Reparaturen zur Hand. Mehr zum Thema „Terrassenbelag erneuern“ können Sie in unserem gleichnamigen Ratgeber lesen.

Steht Ihre Holzterrasse, sollten Sie noch die sogenannten Hirnholzbereiche, also die frischen Schnittkanten der Terrassendielen, mit einem Schutzanstrich versehen, um die Lebensdauer des Holzes zu verlängern. Wie das geht, zeigen wir Ihnen in unserem Ratgeber „Terrassendielen streichen: So sieht Ihre Terrasse lange aus wie neu“.

Alternativ wäre eine Verblendung aus Metall machbar, zum Beispiel gut biegsame, handelsübliche Rasenkanten aus verzinktem Metall.

Terrassenüberdachungen bei der GartenHaus GmbH

Eine Überdachung für Ihre DIY-Holzterrasse

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Titelbild:  ©iStock/Trish233
Artikelbilder: Bild 1: ©iStock/Feverpitched; Bild 2: ©iStock/EJ-J; Bild 3: ©iStock/EJ-J; Bild 4 Collage: ©GartenHaus GmbH

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