Diese Heizmöglichkeiten haben Sie im Gartenhaus

Besitzt man ein Gartenhaus, hat man die Chance, auch bei schlechterem Wetter inmitten der Natur zu entspannen. Winterfeste, ganzjährig nutzbare Gartenhäuser benötigen neben der Abdichtung, Isolierung und Dämmung eine geeignete Beheizung, damit auch die kalten Tage genossen werden können. Wir stellen die verschiedenen Möglichkeiten vor und verraten die Vor- und Nachteile der jeweiligen Variante. 

Welche Heizungen passen zu welchen Gartenhäusern?

Es gibt zahlreiche Arten von Gartenhäusern. Die meisten bestehen aus Holz, aber es ist z. B. auch Metall, Kunststoff oder sogar Stein und Glas denkbar. Je nachdem, für welches Baumaterial Sie sich entscheiden, kommen andere Heizungen infrage. Damit hängt nicht zuletzt die Isolierung und Dämmung zusammen, die für ein beheiztes, gemütlich warmes Gartenhäuschen das A und O ist. Wenn Sie nicht auf diese zwei wichtigen Aspekte achten, dann nützt die beste Heizung nichts, denn die erzeugte Wärme wird sich einfach verflüchtigen – das kostet Geld und belastet die Umwelt.

Ein weiterer Punkt, der eine Rolle spielt, ist die Wandstärke. Dabei ist die Ausgangslage recht einfach: je dicker die Wand, desto besser hält sich die Wärme im Haus. Je nachdem welchem Zweck Ihr Gartenhaus dient, bietet sich eine mehr oder weniger große Wandstärke an. Wenn Sie lediglich planen, es in den lauen Jahreszeiten zu nutzen, sollte eine Wandstärke von 40 mm ausreichen. Wenn das Gartenhaus ganzjährig genutzt und vielleicht sogar darin gewohnt werden soll, sollte die Wandstärke in jedem Fall mindestens 70mm betragen, damit allein durch die Wand schon eine gewisse Isolierung gewährleistet ist.

Mehrere Arten von Heizungen bieten sich an. Damit Ihnen die Wahl leichter fällt, können Sie sich die folgenden Fragen stellen und beantworten:

  • Soll es eine umweltfreundliche / nachhaltige / ökologische Heizung sein?
  • Wollen Sie es besonders gemütlich, heimelig und rustikal oder legen Sie auf ein modernes Design und ausgefeilte Technik Wert?
  • Wie viel Platz ist vorhanden?
  • In welchem Rahmen liegt Ihr Budget für die Anschaffung (und Wartung) und wie hoch dürfen die laufenden Kosten sein?
  • Nutzen Sie Ihr Gartenhaus als Wohnung und benötigen die Heizung regelmäßig und lange oder nur hin und wieder für ein paar Stunden?
  • Wie viel Aufwand sind Sie bereit, bei der Installation und beim Einsatz aufzubringen?

Selbstverständlich sollten Sie eines dabei nicht vergessen: Es gibt Sicherheitsvorschriften zu beachten, die sich je nach Heizungstyp unterscheiden. Außerdem zieht es eine (geplante) Feuerstelle in den meisten Fällen nach sich, dass Sie eine Baugenehmigung beim zuständigen Bauamt der Gemeinde einholen müssen. 

Die Öl-Heizung: der Klassiker

Zu den klassischen Heizungstypen im Wohnhaus wie im Gartenhaus gehört der Öl-Radiator auf Rollen. Öl-Radiatoren erinnern optisch an die allseits bekannte Zentralheizung mit Röhren und gelten als vergleichsweise sparsam und preiswert. Man kann sie nicht nur in zahlreichen Größen kaufen, sondern auch programmieren und als Festgerät im Nachhinein im Gartenhaus einbauen. Sie gelten jedoch nicht unbedingt als platzsparende Lösung. Zudem benötigen sie im Vergleich zu anderen Heizungen etwas mehr Zeit, um einen gesamten Raum aufzuwärmen.

Die Elektroheizung: das Multitalent

Nicht nur in vielen Gartenhäusern finden sich Elektroheizungen. Sie bieten sich in verschiedener Form auch für Gartenhäuser an, solange ein Stromanschluss vorhanden ist. Diese drei Typen stehen zur Auswahl: 

  • Der elektrische Konverter: Er ist eine kostengünstige Heizungsart, bei der sich die Luft in einem kleinen Gartenhaus sehr schnell erwärmt und sie lässt sich per Schaltuhr programmieren. Für elektrische Konverter als Gartenhaus-Heizung spricht, dass sie nur ein Minimum an Platz wegnehmen und sich frei im Raum aufstellen lassen. Ein Nachteil ist, dass ein elektrischer Konverter viel Strom verbraucht und das Gartenhäuschen nach dem Abschalten rasch abkühlt.
  • Die Elektroheizung: Entscheidet man sich für den klassischen Elektro-Heizkörper, ist die Auswahl an Designs und Größen denkbar groß. Es muss jedoch ein Stromanschluss für die an der Wand montierten Elektroheizungen vorhanden sein. Sie bieten den Vorteil, dass sie bei Holzgartenhäusern kein Sicherheitsrisiko darstellen, denn bei ihnen wird auf freiliegende Heizelemente verzichtet. Mit Thermostaten, Temperaturreglern und Timern kombinierbar, bieten Elektro-Heizkörper viel Flexibilität und Kontrolle. Es dauert einerseits etwas länger, bis das Gartenhäuschen ausreichend erwärmt ist; andererseits wird die erzeugte Wärme lange gehalten, womit man sich Heizkosten spart.
  • Der Elektro-Radiator: Er ist mit dem Öl-Radiator vergleichbar und kommt ebenfalls mit Laufrollen und in Rippenform zum Kunden. Es ist möglich, Elektro-Radiatoren frei aufzustellen, wobei sie per Stromkabel an eine Steckdose angeschlossen werden müssen. 

Infrarotheizung: die etwas andere elektrische Alternative

Im Gegensatz zur herkömmlichen Elektroheizung, die vor allem die Raumluft erwärmt, heizt eine Infrarotheizung Gegenstände, Wände und Menschen auf. Diese speichern dann die Wärme und erwärmen dadurch dann auch die Umgebungsluft. Die Wärme kann dadurch besser gespeichert werden als bei normalen Elektroheizungen. In der Anschaffung sind auch Infrarotheizungen günstig zu erwerben, haben aber ebenfalls eine schlechte Umweltbilanz, da sie mit Strom betrieben werden.

Fußbodenheizung – Aufwand, der sich lohnt

Wenn Sie eine ganz besondere Art der Heizung bevorzugen, dann ist vielleicht eine Fußbodenheizung etwas für Sie. Optisch kaum wahrzunehmen, liefert sie ausreichend Wärme, um Räume angenehm warm zu gestalten. Auch hier gibt es die elektrische Variante, die lediglich einen Stromanschluss benötigt und sofort heizt, wenn Sie es möchten. Problematisch könnte es für den einen oder anderen werden, wenn es um den Einbau geht: dieser bringt einen ziemlich großen Aufwand mit sich und ganz günstig ist die Sache auch nicht. Ein Plus jedoch ist, dass sie wenig Wartung benötigen und Sie also lange von dieser Heizungsart profitieren können.

Insgesamt lässt sich zu den Elektroheizungen sagen, dass ihre Flexibilität wirklich ihr größter Pluspunkt ist. Ganz unkompliziert einfach in die Steckdose und schon wird der Raum aufgewärmt. Sie sind leicht anzuschaffen und direkt einsatzbereit. Ein Nachteil ist hingegen – und das gilt für alle Arten der Elektroheizungen – ihr Wirkungsgrad: dieser ist geringer als bei anderen Heizkörpern. Das spüren Sie schnell in der Geldbörse, da einfach mehr geheizt werden muss und dadurch der Verbrauch steigt. Zugleich wird die Umwelt durch den höheren Energiebedarf stärker belastet. Nicht zu vergessen ist die Art des verwendeten Stroms ebenfalls relevant, wenn es um die Ökobilanz der Heizung geht.

Die Gasheizung: die stromlose Heizlösung

Eine Alternative hierzu bietet die Gasheizung für das Gartenhaus, die einen großen Vorteil mitbringt: Sie funktioniert komplett ohne Strom. Wer also das Gartenhäuschen nicht an das Stromnetz anschließt oder es weit vom Haus entfernt nutzt, der kann im Winter mit Gas heizen. Die Flasche mit Propangas steht draußen, während die Heizung innen frei aufgestellt oder in die Wand eingebaut wird. Leistungsstarke Modelle sperren bei Erlöschen der Flamme die Zufuhr von Gas und zünden sich selbstständig wieder an. Wenn Sie ein Gebläse anschließen, verteilen Sie die Warmluft gleichmäßig im Raum. Wollen Sie auf die Gasflasche verzichten, können Sie die Gas-Heizung an eine Fernwärmeleitung anschließen. Gas-Heizungen sind beliebt und effizient, aber nicht ganz billig. Wichtig: Vergessen Sie nicht, das Gartenhaus gut zu belüften, wenn Sie es mit Gas beheizen, denn sonst besteht Vergiftungsgefahr. Einige Geräte verfügen jedoch über eine automatische Abschaltfunktion, sobald ein bestimmter Sauerstoffwert im Raum unterschritten wird. Informieren Sie sich vorab in jedem Fall über die Produkte und ohnehin gilt: ausreichend lüften!

Umweltfreundlich: das Heizen mit alternativen Energien

Sollen Gartenhäuser so ökologisch wie möglich sein, empfehlen sich umweltfreundliche Heizungen, welche die Rohstoffe schonen und weder die Natur noch die Gesundheit so belasten wie andere Heizungsarten. 

Die Pelletheizung: Pelletheizungen in Gartenhäusern liegen aktuell im Trend. Sie installieren einen Pelletkessel oder Pelletkaminofen im Innenraum und befeuern ihn mit Holzpellets. Der Vorteil ist, dass Sie sich die laufenden Stromkosten sparen, wobei die Anschaffung höhere Kosten verursacht als z. B. eine Elektroheizung. Nur für das Holz für die Pellets müssen Sie etwas ausgeben. Da Holzpellets CO2-neutral sind, schonen Sie die Umwelt mit dieser alternativen Heizmethode. Möchten Sie nicht auf Holz setzen, gibt es Sonderausführungen für das Verbrennen von Biomasse. Es ist jedoch von äußerster Wichtigkeit, dass ausreichend Belüftung vorhanden ist. Kleine Gartenhäuser aus Holz sollten nicht mit einer Pelletheizung erwärmt werden, da Brandgefahr besteht. Installiert wird der Holzbrenner mit Rauchabzug im Idealfall vom Fachmann.

Die Solarheizung: Nutzen Sie die Kraft der Sonne, wenn Sie auf nachhaltige Weise Ihr Gartenhaus beheizen wollen. Solarheizungen sind genauso effizient wie die Beleuchtung mit Sonnenenergie. Sie müssen lediglich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach anbringen, deren Solarmodul die UV-Strahlen in elektrische Energie umwandelt. Für das Heizen mit Solarenergie muss zudem der Heizkörper gekauft werden, den man an den Konverter anschließt. Voraussetzung ist, dass im Winter genügend Sonnenlicht vorhanden ist, die Wattzahl ausreicht und die Energie gut gespeichert wird. Bei der Nutzung einer Solarheizung entstehen keinerlei Kosten. Der Kauf hingegen ist etwas kostspielig, doch er wird staatlich gefördert. Einen Stromanschluss benötigen Sie nicht, und es entsteht keine Brandgefahr. Selbst für große Gartenhäuser ist das Heizen mit Solarstrom sinnvoll und rentabel.

Brandschutz – in jedem Fall wichtig

Wenn es um Heizungen geht, müssen wir auch das Thema Brandschutz ansprechen. Denn wo Elektrizität, Gas und/oder Feuer am Werk sind, besteht eine potenzielle Brandgefahr. Was Sie alles beachten müssen, haben wir alles in diesem Ratgeber rund um den Brandschutz im Gartenhaus zusammengefasst.

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Titelbild: ©iStock/Patrick Daxenbichler
Artikelbilder: Bild 1: ©iStock/Evgen_Prozhyrko; Bild 2: ©iStock/MihaPater; Bild 3: ©iStock/vchal; Bild 4: ©iStock/amoklv; Bild 5: ©GartenHaus GmbH

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