Terrassenplatten verlegen: So geht’s richtig

terrassendielen verlegen

Unsere Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Terrassendielen auf der Terrasse oder Balkonterrasse verlegen. Sie erfahren, was Sie dabei beachten müssen und welches Werkzeug Sie brauchen. Dazu bekommen Sie von uns einen Überblick über handelsübliche Terrassendielen aus Holz und WPC (Wood Plastic Composite) und deren Eigenschaften.

Terrassendielen gibt es aus unterschiedlichen Werkstoffen zu kaufen. Jeder Werkstoff bringt seine materialspezifischen Eigenschaften in den Terrassenbodenbelag mit. Diese beeinflussen auch die Regeln, die es beim Verlegen der Dielen zu beachten gilt. Sie sollten beim Kauf neuer Terrassendielen deshalb unbedingt wissen, welche am besten zu Ihrem Vorhaben passen, wenn Sie vor der Wahl zwischen Terrassendielen aus

  • Aluminium
  • Holz
  • oder WPC

stehen. Wir lassen in dieser Anleitung zum Verlegen von Terrassendielen die Modelle aus Aluminium allerdings außer Acht, da deren Verarbeitung materialbedingt anders ist als die von Holz- und Holz-Verbund-Werkstoff-Dielen für die Terrasse.

Tipp: Neben Terrassendielen aus Holz und WPC haben Sie die Möglichkeit, Ihre Terrasse mit Steinen, Platten, Fliesen und mehr zu belegen. Einen umfassenden Überblick über sämtliche Arten von Terrassenboden-Belag liefert Ihnen unser Beitrag So finden Sie den richtigen Terrassenbelag.

terrassendielen querschnitt

Terrassendielen verlegen: Grundlagenwissen zu Dielen aus Holz und WPC

Bei Terrassendielen aus Holz haben Sie eine große Auswahl an Holzarten, darunter:

  • klassische heimische (europäische) Nadelhölzer wie Kiefer, Douglasie, Esche, Sibirische Lärche, Nordische Lärche,
  • einheimische Harthölzer wie Eiche
  • und sogenannte tropische Harthölzer wie Bambus, Bangkirai, Bilinga, Cupiuba, Cumaru, Bongossi, Garapa, Massaranduba und Ipe.

Jede dieser Holzarten hat ihre spezifische Holzfarbe, Maserung und kommt mit mehr oder weniger Asteinwüchsen daher.

Unser Tipp: Beim Kauf von Terrassendielen sollten Sie nicht nur auf deren Optik achten, sondern auch auf die Klimabilanz der Hölzer. Zertifikate wie das FSC-Siegel (FSC steht für „Forest Stewardship Council“) belegen, dass die Hölzer aus nachweislich nachhaltiger Forst- beziehungsweise Waldwirtschaft stammen.

Über die Nachhaltigkeit der Hölzer in unserem Onlineshop informieren wir Sie mit diesem Beitrag: Nachhaltige Produktion: Mit der GartenHaus GmbH in eine grüne Zukunft.

Terrassendielen Holz

Lebensdauer unterschiedlicher Terrassendielen aus Holz

Für Sie ist bei der Wahl einer Holzart zum Terrassendielenverlegen wichtig zu wissen, dass die gehandelten Holzdielen von unterschiedlicher Lebensdauer sind. Sie sollten deshalb beim Kauf auf die herstellerseits angegebene Dauerhaftigkeitsklasse achten. Hier gilt grundsätzlich, dass Nadelhölzer einer geringeren Dauerhaftigkeitsklasse als Harthölzer zugeordnet werden, unter anderem deshalb, weil sie weicher als diese sind.

Unterschieden werden die Dauerhaftigkeitsklassen 1 (sehr dauerhaft) bis 5 (nicht dauerhaft). Zur Orientierung hilft Ihnen die folgende Systematik:

  • Nadelhölzer wie Douglasie und Lärche gehören zur Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4, die einer Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren entspricht.

Unser Tipp: Wenn Sie die Terrassendielen fachgerecht verlegen und richtig pflegen, lässt sich die genannte Lebensdauer der Terrassendielen durchaus verlängern.

  • Heimisches Hartholz wie Eiche oder tropisches Hartholz wie Bangkirai gehören zur Dauerhaftigkeitsklasse 2, die einer Lebensdauer von 15 bis 25 Jahre und mehr entspricht.
  • Tropisches Hartholz wie Cumaru und Ipe gehören mit einer Lebensdauer von 25plus Jahren der Dauerhaftigkeitsklasse 1 an.

Terrassendielen Feuchtigkeit

Standort der Terrasse und Art der Terrasse bestimmen Wahl der Holzart der Terrassendielen

Ihre neuen Terrassendielen sollten Sie unbedingt auf den Standort Ihrer Terrasse und deren bauliche Auslegung abstimmen. Denn Holzdielen, die wetterseitig verlegt werden, spielen Sonne, Wind, Niederschläge und Temperaturwechsel übler mit als anderswo verlegten. Die Witterungseinflüsse bewirken beispielsweise ein vorzeitiges Vergrauen der Dielen oder gar Änderungen in deren Beschaffenheit (Aufquellen, Schwinden, Reißen).

Grenzt die Terrasse an einen Pool, sollten die Holzterrassendielen nicht splittern und auch keine holztypischen Inhaltsstoffe ausschwemmen („ausbluten“), die die Optik der Dielen oder gar die Wasserqualität beeinträchtigen. Und Dielen unter Terrassenüberdachungen verlegt neigen eher zur Fleckenbildung, da sie nicht vom Regen „gewaschen“ werden.

Terrassendielen aus WPC – Alternative zu Echtholzdielen

Terrassendielen aus WPC sind in Holzoptik zu haben und bestehen zu 80 Prozent aus Holzfasern und zu 20 Prozent aus Kunststoffen. Sie sind sehr langlebig und das bei einem minimalen Pflegeaufwand.

Wir haben die beiden Materialien Holz und WPC als Belag für Ihre Terrasse in unserem Magazinbeitrag Terrassendielen aus Holz oder WPC: Vor- und Nachteile verglichen, um Ihnen eine Entscheidung für oder wider das eine oder andere Material zu erleichtern.

Terrassendielen verlegen: Anleitung Schritt für Schritt

Zum Verlegen von Terrassendielen sollten Sie über folgende Grundlagen Bescheid wissen:

Fugenabstand ist abhängig von der Restfeuchte in den Terrassendielen

Der richtige Fugenabstand resultiert aus der Restfeuchte, die in den Terrassendielen steckt und die beim Verdunsten für ein Schwinden des Holzes sorgt, so dass bestehende Fugen größer werden. Terrassenholzdielen werden in

  • luftgetrocknete Ware mit einer recht hohen Restfeuchte von 20 Prozent (plus/minus 2 bis 3 Prozent)
  • und kammergetrocknete Ware mit einer geringeren Restfeuchte

unterschieden. Luftgetrocknete Terrassendielen sollten daher von vornherein mit geringerem Fugenabstand (4 bis 5 Millimeter) verlegt werden als kammergetrocknete (4,5 bis 6 Millimeter).

Unser Tipp: Da Holz sich bei Feuchtwerden ausdehnt, sollten die genannten Fugenabstände nicht unterlaufen werden.

Unsichtbare und sichtbare Befestigungsarten

Terrassendielen aus Holz lassen sich mit

  • sichtbarer (Terrassenschrauben, Schrauben aus V4A-Stahl bei Terrassen in Wassernähe, aus V2A-Stahl bei normalen Terrassen, bei Brettern mit mehr als 4,5 Zentimetern Stärke Schlossschraube und Gegenschraube)
  • und unsichtbarer (Clips oder Metallprofile für Holzdielen mit Stärke bis zu 2,5 Zentimetern geeignet)

Befestigung verlegen. Bei WPC-Dielen bekommen Sie systemeigene Clips zum Befestigen mitgeliefert.

Unser Tipp: Damit die Terrassendielen sicher verlegt werden, muss an jedem Kreuzungspunkt zwischen Diele und Unterbau eine Verschraubung (2 Schrauben pro Kreuzungspunkt mit einem Mindestabstand von 2 Zentimetern zur Brettkante) oder Clipbefestigung erfolgen.

terrassendielen verlegen anleitung

Terrassendielen verlegen - Schritt 1: Untergrund vorbereiten

Zum Terrassendielenverlegen brauchen Sie einen festen, verdichteten und frostsicheren Untergrund.

Unser Tipp: Das nötige Gefälle der Terrasse, das den optimalen Ablauf von Wasser garantiert, können Sie bereits mit dem Untergrund realisieren, indem Sie beispielsweise den Feinsplitt entsprechend aufschütten.

Gegen Unkraut hilft es, ein sogenanntes Unkrautvlies zu verbauen. Als Auflagepunkte für die Unterkonstruktion des Terrassenbodenbelags haben sich Gehwegplatten und Rasenrandsteine gut bewährt, die bestenfalls mit einem Abstand zwischen 40 und 60 Zentimetern verlegt werden. Die Unterkonstruktion wird mit Hilfe von Winkeln auf dem Untergrund befestigt.

Unser Tipp: Soll Ihre Terrasse in Hanglage oder aufgeständert errichtet werden, nutzen Sie zum Höhenausgleich Stellfüße aus glasfaserverstärktem Kunststoff (gfK) oder Punktfundamente (bei Höhenunterschieden von mehr als 50 Zentimetern).

Terrassendielen verlegen - Schritt 2: Unterkonstruktion aufbauen

Am besten verwenden Sie für die Unterkonstruktion und die Terrassendielen ein und dieselbe Holzart, denn dann verhält sich das Holz gleichermaßen. Zumindest sollte die Unterkonstruktion dieselbe Dauerhaftigkeitsklasse aufweisen wie der Terrassenbodenbelag.

Für Terrassendielen aus Hartholz (Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2) reicht eine Unterkonstruktion der Dauerhaftigkeitsklasse 2, denn diese ist der Bewitterung nicht direkt ausgesetzt. Worauf es prinzipiell ankommt, ist der Abstand zwischen den Unterkonstruktionssträngen. Fällt er zu groß aus, ist die Biegebelastung der Terrassendielen zu hoch, so dass sich Holz- oder WPC-Dielen biegen, reißen oder gar brechen. Der Achs-Abstand der Unterkonstruktion wird deshalb gemäß der Dielenstärke gewählt. Es gilt:

  • bis 21 Millimeter Dielenstärke: maximal 40 Zentimeter Achs-Abstand
  • bis 25 Millimeter: maximal 50 Zentimeter Achs-Abstand
  • über 25 Millimeter: maximal 60 Zentimeter Achs-Abstand (nur bei Nadelholz-Terrassendielen, bei Harthölzern immer maximal 50 Zentimeter)

Bei Terrassendielen aus Laubholz (also bei allen tropischen und einheimischen Harthölzern) sollte der maximale Abstand stets 50 Zentimeter betragen.

Beim Verlegen von WPC-Terrassendielen ist ein Abstand von maximal 40 Zentimetern zu wählen.

Unser Tipp: Kommen Terrassendielen mit einer Stärke von mehr als 30 Millimeter zum Einsatz, ist eine stärkere Unterkonstruktion zu erwägen, denn mit der Dielenstärke steigen auch die Verzugskräfte, die auf die Unterkonstruktion einwirken.

Als Bauholz für die Unterkonstruktion kann gemäß der Gebrauchsklasse sowohl

  • sogenanntes Konstruktionsvollholz (KVH),
  • als auch sogenanntes Brettschichtholz (BSH),
  • Eichen-Kantholz
  • und Schnittholz aus tropischen Harthölzern zum Einsatz kommen, wobei wichtig ist, dass Unterkonstruktionen aus
  • Nadelholz nicht im direkten Erdkontakt stehen dürfen.

Alternativ sind Unterkonstruktionen aus Aluminium für Terrassendielen aus Holz und WPC einsetzbar, die sehr stabil und langlebig sind.

Terrassendielen verlegen - Schritt 3: Schritt für Schritt Anleitung

Ihre Terrassendielen verlegen Sie nach Anleitung zumeist im rechten Winkel vom Haus weglaufend und mit dem oben genannten Gefälle. Das garantiert, dass das Wasser optimal abläuft.

Unser Tipp: Ist bei Schritt 1: Untergrund vorbereiten noch kein Gefälle von 1 bis 2 Prozent über die gesamte Terrassenfläche errichtet worden, muss das spätestens jetzt geschehen. Andernfalls droht stehendes Wasser auf und unter der Terrasse, was zu Schäden führen kann.

Sitzt die Terrasse direkt an Hauswand, Rasenkante oder Randstein, sollten Sie einen Abstand von mindestens 20 Millimetern einhalten, so dass die Hinterlüftung gewährt ist und sich das Holz ausdehnen kann, ohne anzustoßen. Auch auf Bodenniveau verlegte Terrassendielen brauchen einen Abstand, damit das Holz beispielsweise an einer Rasenkante nicht feucht wird.

terrassendielen verlegen männer

Das passende Handwerkszeug zum Terrassendielen verlegen

Nutzen Sie zum Verlegen der Terrassendielen auch praktische Helfer wie Montagezwingen und Brettrichter. Um die Abstände zu generieren, hilft Ihnen eine Fugenlehre als Distanzhalter. Und neben einem ausreichenden Fugenabstand sorgen metallene Ablaufrinnen für einen auch optisch schönen Abschluss zur Terrassentür oder zu Übertritten in den Garten.

Gängige Verlegemuster fürs Terrassendielen verlegen

Verlegemuster für Terrassendielen gibt es viele, darunter die, die auch im Innenraum beim Dielen- oder Parkettbodenverlegen bekannt sind: Kreuzmuster, Oxford, Schiffsboden, Altdeutscher Verband, Fischgrät, Leiter, Englischer Verband, Flechtboden, Kassette

System-Terrassendielen verlegen: Anleitung

Neben den bislang behandelten typischen Terrassen-Holzdielen gibt es auch sogenannte Systemdielen. Das sind Terrassendielen in fallenden Längen zwischen 0,5 und 2,10 Metern, die im "wilden Verband" (Optik: unruhig) oder endlos verlegt werden. Das gelingt, weil die Dielen auch stirnseitig mit Nut und Feder ausgerüstet sind, so dass nicht bei jedem Stoß - wie bei normalen Terrassendielen üblich - eine doppelte Unterkonstruktion benötigt wird.

Unser Tipp: Beim Verlegen von Systemdielen empfiehlt es sich nicht, diese mit einer unsichtbaren Verschraubung zu befestigen: Eine kürzere Diele könnte wegen des Befestigungsclips nicht auf der Unterkonstruktion aufliegen und bei Belastung infolge der wirkenden Hebelkräfte am Stoßpunkt der Diele nach unten nachgeben.

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terrassenplatten-auf-terrasse-verlegt

Im Sommer auf der eigenen Terrasse das schöne Wetter genießen zu können ist etwas Tolles. Doch bevor es soweit ist, müssten Sie sich eine Terrasse selbst anlegen. Wir zeigen in einer Schritt für Schritt Anleitung, wie Sie Terrassenplatten richtig verlegen können.

Terrassenplatten richtig verlegen: Diese Arbeitsschritte gilt es zu befolgen

Terrassenplatten verlegen ist kein Hexenwerk und muss nicht unbedingt von einem Profi erfolgen. Grundregel: Selbst Anfänger können einen Quadratmeter in 90 Minuten verlegen.

Dabei gilt es folgende Arbeitsschritte zu beachten:

  • Vorbereitung
  • Fundament anlegen
  • Platten verlegen
  • Fugen auffüllen
  • Platten reinigen und pflegen

Vorbereitung ist das A und O: Die Terrassenplatten Planung

Kaufen Sie frostbeständige Terrassenplatten, deren Oberfläche nicht allzu glatt ist. So minimieren Sie die Rutschgefahr bei Nässe und Eis.

granitkeramikplatten

Nach Lieferung der Terrassenplatten sollten Sie diese überprüfen: auf Größe, Farbe, Anzahl und Mängel. Denn auf bereits verlegte Platten besteht kein Reklamationsanspruch.

Terrassenplatten selber verlegen: Dieses Werkzeug benötigen Sie

  • Schubkarre
  • Arbeitshandschuhe
  • Gummihammer
  • Zollstock oder Maßband
  • Abziehschienen
  • Plattenheber
  • ggf. Maurerschnur
  • Fugenkreuze
  • Stift für Markierungen
  • Winkelschleifer
  • Abstandhalter
  • Eimer Wasser oder Gartenschlauch
  • Wasserwaage
  • Besen

Unterbau anlegen: Das Fundament für Ihre Terrassenplatten

Terrassenplatten können auf verschiedenen Unterbauten verlegt werden:

  • Splittbett
  • Plattenlager
  • Mörtelbett

In unserem Beispiel wurde die Terrasse mit Beton-Randsteinen markiert und das abgesteckte Areal mit einer ca. 3 bis 5 cm dicken Kiesschicht und tragfähigem Schotter aufgefüllt, so dass ein fester, ebener Unterbau im Splittbett entstand. Die Kiesschicht macht den Untergrund zudem frost- und damit wintersicher, da sich das gefrierende Wasser in den Zwischenräumen des Kieses optimal ausdehnen kann - ohne schlimmstenfalls die Terrassenplatten anzuheben.

Wichtig: Dabei wurden 2 bis 3% Gefälle vom Haus weg eingeplant, damit (Regen)Wasser problemlos ablaufen kann und so kein Stauwasser entsteht.

Terrassenplatten richtig verlegen: Schritt für Schritt Anleitung

Im Folgenden zeigen wir Ihnen einer bebilderten Schritt für Schritt Anleitung, wie auch Sie ganz einfach Terrassenplatten selbst verlegen können.

Für das Anlegen dieser Terrasse wurden Granitkeramikplatten in den Maßen 60x60cm gewählt, die auf einem Splittbett verlegt werden.

Unser Tipp: Gehen Sie beim Terrassenplatten verlegen abschnittsweise und von außen nach innen vor. Denn nachdem das Splittbett glattgezogen wird, sollte es nicht mehr betreten werden.

Schritt 1: Unterbau mit Splitt befüllen

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Befüllen Sie das Terrassen-Areal mit Splitt in 5cm Dicke. Streichen Sie dieses anschließend mit einer Richtlatte glatt.

Unser Tipp: Im Splittbett verlegte Stangen helfen beim gleichmäßigen Glattziehen. Diese werden später wieder entfernt.

Schritt 2: Verlegen der Platten mit Plattenheber

plattenheber-terrasse

Nun wird die erste Terrassenplatte verlegt. Dabei hilft ein Plattenheber, der die Granitkeramikplatte von zwei Seiten fest einfasst.

Dieser verhindert zudem Schäden oder gequetsche Finger, die beim Verlegen mit bloßen Händen auftreten können.

Unser Tipp: Setzen Sie Abstandhalter zwischen die Platten und die Randsteine, um den Fugenabstand auch an den Außenseiten einzuhalten.

Schritt 3: Maß nehmen für Aussparungen

terrassenplatten-abmessen

In diesem Fall wurde bereits eine freistehende Terrassenüberdachung errichtet, deren Pfosten Sie im oberen Bild sehen können. 

Dieser Bereich muss beim Terrassenplatten verlegen ausgespart werden. Dafür wird Maß genommen, ...

Schritt 4: Terrassenplatte markieren

terrassenplatte-abmessen

... und dieses auf der einzusetzenden Terrassenplatte passgenau markiert.

Somit wird sichergestellt, dass die Platte nach dem Entfernen der markierten Stelle perfekt in die für sie vorgesehene Fläche passt.  

Schritt 5: Platte zuschneiden

terrassenplatte-zuschneiden

Entfernen Sie die markierte Fläche mit Hilfe eines Winkelschleifers mit Diamenttrennscheibe.

Unser Tipp: Wenn Sie keinen Schleifer zu Hause haben sollten, können Sie sich diesen auch im Baumarkt leihen.

Gehen Sie dabei wie folgt vor:

Schneiden Sie die Platte entlang der Markierung zuerst auf der Rückseite ein. Drehen Sie sie um und schneiden auch dort vorsichtig ein, bis sich die Platte teilt.

Schritt 6: Platte säubern

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Bevor Sie die Terrassenplatte verlegen, sollten Sie diese noch einmal gründlich mit fließendem Wasser abspülen.

So stellen Sie sicher, dass keinerlei Schrittreste an der Platte kleben bleiben. Schleifstaub verursacht zudem Flecken.

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Danach können Sie die Terrassenplatte mit dem Plattenheber verlegen.

Schritt 7: Fugenkreuze nutzen

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Nutzen Sie Fugenkreuze, die Sie zwischen die Terrassenplatten legen.

Diese dienen als gleichmäßiger Abstandhalter, die nach dem abschließenden Füllmaterial in den Fugen nicht mehr zu sehen sein werden.

Unser Tipp: Verlegen Sie die erste Reihe exakt in einer Flucht. Überprüfen Sie Ihre Arbeit anschließend, denn Verlegefehler in der ersten Reihe beeinflussen alle folgenden Reihen.

terrassenplatte-absetzen

Auch bei den weiteren Pfosten werden die Platten auf die gleiche Weise bearbeitet: Abgemessen, markiert, zugeschnitten und verlegt. 

Sollten einige Platten zu tief liegen, einfach kurz anheben und etwas Splitt unterheben.

Nach dem Verlegten der ersten Terrassenplatten-Reihe, können Sie sich an die nächste Reihe wagen. Dazu können Sie bereits verlegte Platten betreten.

Schritt 8: Platten anklopfen

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Legen Sie dafür eine Schaltafel oder Folie aus, damit einzelne Platten durch Bewegungen nicht verrücken oder beschmutzt werden.

Klopfen Sie die verlegten Platten mit einem Gummihammer vorsichtig im Kies fest. Danach sollten die Platten eben auf dem Splitt aufliegen.

Unser Tipp: Verwenden Sie dafür einen Gummihammer, der nicht abfärbt. Ein über die Platten gelegtes Brett richtet diese gleichmäßig aus.

Schritt 9: Vorgang für nächsten Abschnitt wiederholen

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Nachdem die ersten Reihen Terrassenplatten verlegt worden sind, wird erneut Splitt nachgeschüttet und die provisorischen Stangen in den Splitt gelegt.

Passen Sie die Höhe des Splittbettes so an, dass die Platten später einen sauberen Abschluss mit der Türschwelle bilden.

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Nun wird das Splittbett wieder glattgezogen. Vergessen Sie danach jedoch nicht, die provisorischen Abziehstangen aus dem Splittbett zu entfernen.

Unser Tipp: Die Löcher, die die entfernten Stangen hinterlassen, sollten Sie mit Splitt auffüllen und mit einer Kelle vorsichtig glatt streichen.

terrassenplatten-verlegen-platten-festklopfen

Schritt für Schritt entsteht so Ihre mit Terrassenplatten verlegte Terrasse.

Achten Sie beim Anlegen darauf, dass von der Hauswand weg das 2-bis-3-Prozent-Gefälle eingehalten wird.

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Gehen Sie beim nächsten Terrassenabschnitt auf die gleiche Weise vor wie bei den ersten Reihen.

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Die bereits angesprochenenen Fugenkreuze halten den Abstand der Platten auf 2mm.

Die Fugen werden später mit Fugenmaterial aufgefüllt.

Schritt 10: Die eigene Arbeit kontrollieren

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Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob Ihre Platten waagerecht verlegt worden sind. Dafür hilft eine Wasserwaage.

Bei dieser Terrasse muss bei der letzten Reihe zusätzlich zum Überdachungspfosten, auch das Ende der Regenrinne ausgespart werden.

Schritt 11: Abschlussplatten zuschneiden

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Oftmals sind Terrassen nicht komplett eckig gestaltet. Auch diese Terrasse nimmt am Ende eine ovale Form an.

Dafür müssen die Platten auf die gleiche Weise wie bei den Pfosten zugeschnitten werden.

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Schneiden Sie auch in diesem Fall die Terrassenplatten an den gesetzten Markierungen mit dem Winkelschleifer zu.

Schritt 12: Abschlussplatten einsetzen

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Danach können Sie die zugeschnittenen Terrassenplatten auf das Splittbett legen und auch diese mit einem Gummihammer anklopfen.

Schritt 13: Fugenmaterial einkehren

terrassenplatten-einkehren-einschlaemmen

Abschließend sollten Sie die Fugen zwischen den verlegten Terrassenplatten mit Quarzsand, Splitt oder sogenanntem Pflasterfugenmörtel, der das Durchwachsen von Pflanzen dauerhaft verhindert, auffüllen.

Wichtig: Das Einkehren sollte trocken, ohne Zugabe von Wasser, erfolgen.

Dabei gilt: Grundsätzlich sollten grobe Verunreinigungen auf den Platten so schnell wie möglich mit einem Besen beseitigt werden. Bei hartnäckigeren Flecken können Schmierseife oder auf den jeweiligen Steintyp der Platten abgestimmte Reinigungsmittel helfen.

Terrassenplatten verlegen ergebnis

Voila! Die Terrassenplatten sind verlegt und einem gemütlichen Tag auf der Terrasse steht nichts mehr im Weg.

Terrassedielen: Die Alternative zu Terrassenplatten

Terrassenplatten gefallen Ihnen nicht? Wie wäre es denn mit Terrassendielen aus Holz oder WPC? In unserem Magazinbeitrag Terrassendielen aus Holz oder WPC: Vor- und Nachteile vergleichen wir die beiden Materialien.

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Bilder: ©www.selbst.de