Carport Dach decken: Schritt für Schritt das Carport Dach selber decken – so geht’s!

Carport Dach decken

Carport - was für ein Dach soll drauf? Wie baue ich ein Carport Dach? Womit soll ich das Carport Dach decken? Wie klappt’s mit der Carport Dach Entwässerung? Wie viel Gefälle braucht ein Carport Dach? Kann ich das Carport Dach selber decken? Welche Schritte sind zum Carport Dach decken nötig? Wie bekomme ich mein Carport Dach dicht? Was kostet ein Carport Dach? Das sind die Fragen, die Ihnen unser Ratgeber beantwortet.

Wenn Sie auf der Suche nach einer einfachen Anleitung zum Carport Dach decken sind, dann sind Sie hier genau richtig: Unser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Carport mit den gängigen Materialien

  • Bitumenbahnen
  • Bitumenwellplatten
  • und Trapezblechen / Trapezplatten


decken können. Ganz gleich, ob Sie Ihr Carport gerade gekauft haben, zum Beispiel bei uns im Onlineshop, oder es schon eine Weile steht und das Dach erneuert werden muss, weil Verschleiß oder ein Unwetter ihm zugesetzt haben – hier steht, was zu tun ist. Dazu gibt’s viele praktische Tipps von uns.

Falls Sie noch nicht sicher sind, welches Material Sie zum Carport Dach decken wählen sollen, hilft Ihnen unser Ratgeber weiter, der alle Möglichkeiten zum Dachdecken von Carports aufzeigt.

Bitumenbahn Dacheindeckung

Carport Dach decken – so geht’s mit Bitumenbahnen in 6 Schritten

Ein mit einer Neigung zwischen zwei bis zehn Grad gering geneigtes Carportdach (Flachdach) wird häufig mit Bitumenbahnen gedeckt. Die Bahnen sind robust, elastisch und dichten das Carportdach zuverlässig ab, so dass Ihr Fahrzeug unter dem Dach vor Feuchtigkeit geschützt ist. Mit Bitumenbahnen können Sie Ihr Carport selber decken – unsere Anleitung dazu ist einfach und verständlich.

Was sind Bitumenbahnen?

Eine Bitumenbahn besteht in der Regel aus einer Einlage (sogenannte Trägereinlage), die von beiden Seiten mit Bitumen beschichtet ist (sogenannte Bitumendeckschichten). Eine Bitumendeckschicht kann zudem mineralisch bestreit sein. Als Armierung sind die Trägereinlagen für die mechanischen Eigenschaften der Bitumenbahn ebenso verantwortlich wie für deren bauphysikalische Eigenschaften und deren Brandverhalten. Bitumenbahnen können Sie mit verschiedenen Trägereinlagen kaufen, zum Beispiel Einlagen aus Rohfilz-Pappe (Achtung: nicht dachabdichtend), Glasvlies, Glasgewebe oder Polyestervlies.

Carport Dach decken mit Bitumenbahnen

Zum Carport Dach decken mit Bitumen sollte trockenes und mildes Wetter mit Temperaturen über zehn Grad Celsius herrschen.

  • Schritt 1: Untergrund säubern


Säubern Sie den Untergrund vor dem Decken mit Bitumenbahnen, sodass er trocken, sauber und fettfrei ist.

Unser Tipp: Bitumenbahnen müssen mehrlagig verlegt werden.

  • Schritt 2: Vorstreichen


Tragen Sie einen Voranstrich auf, damit der Kaltkleber für die Bitumenbahnen später gut haftet. Das geht am besten mit einem Quast oder einem sogenannten Teerschrubberbesen. Lassen Sie den Voranstrich gut antrocknen. Die nötige Trocknungszeit gibt der Hersteller an – halten Sie sich genau an dessen Angaben.

Unser Tipp: Besteht die Unterkonstruktion Ihres Carports aus Holz, wird die erste Bitumenbahn aufgenagelt. Erst die dann folgenden werden kalt verklebt.

  • Schritt 3: Bitumenbahn zum Test auflegen


Legen Sie die Bitumenbahn einmal auf dem Carportdach aus - liegt sie richtig?

Unser Tipp: Das Carport Dach decken mit Bitumenbahnen geht Ihnen einfacher von der Hand, wenn Sie die Bahn einige Tage vor dem Verlegen komplett ausrollen und eine gewisse Zeit so liegen lassen: Das kann schon das Carportdach sein, muss aber nicht. Rollen Sie die Bahn wieder auf!

  • Schritt 4: Kaltkleber aufbringen


Gießen Sie den Kaltkleber vorsichtig auf dem Untergrund aus. Verteilen Sie ihn mit einem Quast oder Bitumenschrubber derart, dass sich eine Klebebahn in Bitumenbahnbreite ergibt. Beachten Sie, dass Sie für einen Quadratmeter Carportdach rund einen Liter Kaltkleber benötigen. Lassen Sie den Kleber wie vom Hersteller vorgeschrieben antrocknen.

Unser Tipp: Vorsicht bei Carportdächern ohne Randeinfassung! Dort kann überschüssiger Kleber überlaufen.

  • Schritt 5: Bitumenbahn ausrollen


Rollen Sie als Nächstes die Bitumenbahn vorsichtig in die Klebemasse ein. Verhindern Sie, dass Luft eingeschlossen wird uns sich Luftblasen bilden! Die einzelnen Bahnen sollten einander gut fünf Zentimeter überlappen, um dicht zu werden.

Unser Tipp: Drücken Sie die Bitumenbahnen an und beschweren Sie sie, bis sie richtig festkleben. Je nach Witterung dauert der Trocknungsvorgang mehrere Tage.

  • Schritt 6: Anschlüsse und Nähte verspachteln


Ist die Bitumenbahn verlegt, sollten Sie die Anschlüsse und Nahtstellen noch mit Kaltkleber verspachteln.

Unser Tipp: Alternativ zum Kaltkleber können Sie auch geeignete Spachtelmasse zum Abdichten nehmen.

Carport Dach decken – so geht’s mit Bitumenwellplatten in 4 Schritten

Sogenannte Bitumenwellplatten sind eine Alternative zu Bitumenbahnen, wenn Sie Ihr Carport selber decken möchten.

Was sind Bitumenwellplatten?

Bitumenwellplatten sind aus einem Faserstoff gemacht, der in Bitumen getränkt wird. Das Bitumen macht die Platten wasserdicht. Als oberste Schicht einer Bitumenwellplatte dienen Harze und Farben. Deshalb gibt’s die Platten in Schwarz, Grün, Rot oder Braun. Bitumenwellplatten sind sehr leicht, das macht das Carport Dach selber decken einfach.

Wichtig: Für den problemlosen Ablauf des Regenwassers von den Bitumenwellplatten auf dem Carportdach sollte dieses wenigstens sieben Grad geneigt sein. Flachere Carportdächer bräuchten ein zusätzliches Unterdach, eine Unterdeckung oder eine Unterspannung, um regendicht zu sein.

Carport Dach decken mit Bitumenwellplatten

Bitumenwellplatten kommen auf eine Lattenkonstruktion. So nennt man eine Unterkonstruktion aus Holz mit Traglattung parallel zur Dachneigung und Konterlattung parallel zur Traufe. Dabei gilt: Je geringer die Neigung des Carportdachs ist, desto enger muss die Lattung sitzen. Das Bitumenwellplatten-Carportdach muss zudem unbedingt hinterlüftet konstruiert werden, damit Feuchtigkeit leicht weg trocknen kann.

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  • Schritt 1: Befestigen der Unterspannbahn


Damit Schwitzwassers abtropfen kann, befestigen Sie unter der Traglattung eine sogenannte Unterspannbahn, also eine dampfdurchlässige Folie. Die sollte auch den Bereich am First abdichten, damit das Schwitzwasser nicht in die Dachrinne läuft.

  • Schritt 2: Auflegen der Platten


Legen Sie die Bitumenwellplatten jeweils um eine halbe Platte versetzt in Reihen auf die Konterlattung auf. Die Platten sollten einander zwanzig Zentimeter in der Längsrichtung und eine Welle an den Seitenbereichen überlappen. Die Bitumenwellplatten sollten maximal fünf Zentimeter über die Traufe ragen. Der Abstand zwischen Bitumenwellplatten und First sollte auf jeder Dachseite fünf Zentimeter betragen.

  • Schritt 3: Wellplatten festnageln


Liegen die Bitumenwellplatten richtig, können Sie sie festnageln. Setzen Sie dazu die Nägel auf dem höchsten Punkt der Wellen. Starten Sie an der windabgewandten Seite des Carports an der Ecke des geneigten Dachrands und der Traufe mit einer ganzen Platte. Reihe Zwei beginnen Sie dann mit einer halben Platte. Zuschneiden lassen sich Bitumenwellplatten beispielsweise per Stichsäge.

Unser Tipp: An den Rändern der Platten nageln Sie jede Welle fest. In den Mittelbereichen reicht es, jede dritte Welle zu nageln.

  • Schritt 4: Dachfirst abdecken


Den First des Carportdachs decken Sie entweder mit Firsthauben oder Giebelwinkel ab und nageln diese mit je einem Nagle auf dem Hochpunkt der Welle fest. Beide sind elastisch und somit passend zu jeder Dachneigung. An den Randbereich des Dachs am Dachgiebel (sogenannter Ortgang) kommen Abschlussprofile.

Carport Dach decken – so geht’s mit Trapezblechen & -platten in 4 Schritten

Trapezbleche und -platten sind eine Alternative zu Bitumenbahnen und -wellblechen, um ein Carport Dach zu decken.

Was sind Trapezbleche und Trapezplatten?

Trapezbleche sind Profilbleche, deren Querschnitt nicht wie bei einem Wellblech eine Wellenlinie zeigt, sondern Trapeze. Die Bleche sind häufig aus Aluminium, Stahl oder seltener aus Edelstahl und mit Kunststoff beschichtet, um Korrosion entgegenzuwirken. Es gibt auch Trapezplatten aus Kunststoff (PVC und Polcarbonat), die den Vorteil mitbringen, lichtdurchlässig zu sein.

Carport Dach decken mit Trapezblechen

  • Schritt 1: Unterkonstruktion errichten


Zum Carport Dach decken mit Trabezblechen brauchen Sie eine passende Unterkonstruktion: Besteht die erforderliche Dachlattung noch nicht, müssen Sie diese errichten (siehe oben). Die Abstände der Latten hängen von den Blechen ab, die zum Einsatz kommen.

  • Schritt 2: Blechplatten zuschneiden


Unser Tipp
: Sie können Ihr Carport Dach leicht selber decken, wenn Sie die Trapezbleche vorab passgenau zuschneiden lassen. Sind die Bleche noch nicht auf Maß gebracht, müssen Sie sie mit Blechschere oder Stichsäge zuschneiden.

  • Schritt 3: Blechplatten verschrauben


Verschrauben Sie die Dachbleche in jedem zweiten Tal (Vertiefung, Sicke, oder Tiefsicke) verschraubt. Achten Sie darauf, dass die Schrauben die Platte nicht beschädigen. Die Bleche sollten sich überlappen – üblich ist eine Überlappung von einem Trapezprofil.

  • Schritt 4: Firstbleche und Ortgangsbleche befestigen


Sind alle Platten verlegt, bringen Sie die Firstbleche und die Ortgangsbleche für den seitlichen Abschluss an.

Carport Dach decken – Preise und Kosten

Die Kosten für das Carport Dach decken variieren in Abhängigkeit vom Material, das zum Einsatz kommt.

Material zum Carportdach decken   Kosten pro Quadratmeter
Bitumenbahnen 4 Euro
Bitumenwellplatten 4 Euro
Trapezbleche Bleche mit 0,4 Millimeter Stärke ab 8 Euro
Trapezplatten (PVC) 8 bis 12 Euro
Trapezplatten (Polycarbonat) 10 bis 25 Euro

 

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Unser Tipp
: Falls Sie das Carport Dach decken doch lieber dem Profi überlassen wollen, können unseren Aufbau-Service nutzen, vorausgesetzt Sie haben sich für einen der Carports aus dem vielzähligen und vielfältigen Angebot in unserem Onlineshop entschieden. Zum Gartenhaus GmbH Aufbauservice geht's hier lang.

Der Vorteil: Beim Aufbau eines vorgefertigten Carports können Sie sich darauf verlassen, dass der Hersteller das Gefälle des Carportdachs bereits optimal umgesetzt hat. So ersparen Ihnen Carports von der Stange die knifflige Aufgabe.

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Titelbild: ©iStock/Bill Oxford
Artikelbilder: Bild 1-2: ©GartenHaus GmbH