Sie möchten einen Gasanschluss für Ihr Gartenhaus? Unser technischer Ratgeber erklärt Ihnen, wie Sie Ihr Gartenhaus ans Gasnetz bekommen, um zum Beispiel eine Gasheizung, einen Gasgrill oder einen Gasherd zu betreiben. Sie erfahren hier über die Technik hinaus aber auch, was der Gartenhaus-Gasanschluss kostet. Außerdem haben wir praktische Tipps für Sie, was Sie beim Gas geben im Gartenhaus beachten müssen.

Wann sich der Gasanschluss im Gartenhaus für Sie lohnt

Sie planen, Ihr Gartenhaus das ganze Jahr über zu nutzen? Dann lohnt sich ein Gasanschluss für Sie. Denn mit dem Gas, was Sie über den Gasanschluss beziehen, können Sie

  • eine Gasheizung betreiben, die sowohl für Raumwärme als auch für warmes Wasser im Gartenhaus sorgt. Das heißt: Ihr Gartenhaus wird damit ganzjährig bewohnbar. Sie haben es dort auch im Winter angenehm warm und können jederzeit Geschirr mit warmem Wasser waschen oder eine warme Dusche nehmen.
  • einen Gasherd oder Gasgrill befeuern, sodass Sie im Gartenhaus wie ein Profi mit Gas kochen, backen und grillen.

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Wie kommt das Gas ins Gartenhaus?

Wirklich rechnen tut sich ein Gartenhaus Gasanschluss nur, wenn Ihr Wohngebiet grundsätzlich mit Gas versorgt wird. In einem Gasversorgungsgebiet ist die Gasleitung des Versorgers meist dicht an den Wohngebäuden.

Unser Tipp: Informationen zur Gasversorgung bekommen Sie bei den örtlichen Gasversorgern oder beim zuständigen Bauamt Ihrer Gemeinde. Wollen Sie einen Gasanschluss im Haus oder Gartenhaus? Diesen müssen Sie bei Ihrem Gasversorger beantragen. Für den Anschluss selbst gibt es drei Möglichkeiten: Die zentrale Versorgungsleitung liegt

  1. nicht in der Nähe Ihres Gartenhauses: Sie bräuchten eine lange Leitung bis zum Gartenhaus und den Gasanschluss darin.
  2. in der Nähe Ihres Gartenhauses: Sie brauchen eine kurze Leitung bis zum Gartenhaus und den Gasanschluss darin.
  3. auf Ihrem Grundstück: Sie brauchen nur den Gasanschluss im Gartenhaus, der freigeschaltet werden müsste.

Was kostet ein Gartenhaus Gasanschluss?

Je nachdem, wo die Gasversorgungsleitung bei Ihnen liegt, ergeben sich Unterschiede beim Aufwand des Gartenhaus-Gasanschlusses. Für die Kosten gilt: Je höher der Aufwand ist, desto höher die Anschlusskosten.

Unser Tipp: Die Anschlussleitung wird in der Regel unterirdisch in einem Schacht verlegt (Tiefe: 0,6 bis 2,0 Meter). Sie können sich einen Teil der Anschlusskosten sparen, wenn Sie selbst die Erdarbeiten ausführen. Die Anschlusskosten ergeben sich aus den zwei Posten:

  1. Kosten für den Anschluss des Gartenhauses an das zentrale Gasnetz des Versorgers (sogenannter Hausanschluss)
  2. Kosten für die gewünschte Verteilung des Gases in Küche und Bad Ihres Gartenhauses

Mit diesen Hausanschlusskosten müssen Sie rechnen

Mit dem Begriff Hausanschluss ist die Gasleitung vom öffentlichen Netz in Ihrer Straße gemeint, die entweder bis zur sogenannten Hauptabsperreinrichtung oder bis zum Haupt-Gashahn im Haus führt. Je nach zu überbrückender Distanz kostet der Hausanschluss zwischen 1.000 und 2.500,-.

Unser Tipp: Auf Anfrage informiert Sie Ihr Gasversorger über die genauen Kosten, die für den Gartenhaus-Gasanschluss auf Sie zukommen. Um das so genau wie möglich auszurechnen, benötigt er von Ihnen Angaben wie Ihre Adresse, die Nennleistung Ihrer im Gartenhaus geplanten Gasheizung sowie die gewünschte Lage des Hausanschlusses.

Mit diesen Kosten für die Gasleitungen im Haus müssen Sie rechnen

Auch das Verlegen der für die Gasversorgung des Gartenhauses nötigen Leitungen und Armaturen (Gasanschlussarmatur, Gasströmungswächter und Gaszähler) im Haus selbst verursachen Kosten. Die Leitungen führen von der Hauptabsperreinrichtung zu den sogenannten Gasverbrauchern in Küche, Bad und gegebenenfalls auf die Terrasse. Als Verbraucher zählen neben den bereits erwähnten, Gasheizung, Herd und Grill, auch Geräte wie Gasboiler, Terrassenheizstrahler oder sogenannte Gassteckdosen (auch Gasanschlussarmatur genannt).

Unser Tipp: Über eine solche Gassteckdose können Gasgeräte ohne ein Werkzeug mit der Gasleitung verbunden werden. Auch als Laie dürfen Sie einen zum Gerät gehörenden Gasstecker in eine solche Gassteckdose stecken (Fachbegriff: ein-/auskuppeln), vorausgesetzt, die betreffende Gasanlage ist in einem für Sie erkennbar ordnungsgemäßen Zustand. Hierfür fallen Kosten von 500 bis 2.000,- an. Ihr Heizungsinstallateur kann Ihnen die in Ihrem Fall fälligen Kosten genau beziffern.

Was tun, wenn die Kosten für den Gartenhaus-Gasanschluss zu hoch sind?

Eine große Entfernung vom Gartenhaus zum Gasnetz Ihres Versorgers kann die Kosten extrem in die Höhe treiben. Dann würde sich der Gartenhaus-Gasanschluss für Sie nicht mehr rechnen. Das heißt aber immer noch nicht, dass Sie jetzt auf den Gasanschluss im Gartenhaus verzichten müssten. Denn Ihnen bliebe diese Alternative: Sie können Ihren eigenen Vorrat an Gas, in diesem Fall Flüssiggas, vor Ort lagern.

Staatliche Fördermittel für Hybrid- oder Renewable-Ready-Gasheizungen

Der Vollständigkeit halber wollen wir Ihnen an dieser Stelle auch aufzeigen, dass Sie vom Staat im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eine Förderung erhalten. Diese kann sich sehen lassen: Sie müssen dafür in Ihrem Gartenhaus eine Gas-Hybridheizung oder eine Renewable-Ready-Gasheizung installieren. Das für die Abwicklung der Fördermittel zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert solche Gas-Hybridheizungen, zum Beispiel Gasbrennwertheizung plus Solarthermie-Heizung mit bis zu 30 Prozent.

Bei einer effizienten Gasbrennwertheizung, die schon auf das Einbinden erneuerbarer Energien vorbereitet ist (Renewable Ready), bekommen Sie Fördermittel in Höhe von 20 Prozent der förderfähigen Kosten – vorausgesetzt, die Gasheizung wird innerhalb von zwei Jahren hybrid. Ob sich die Investition in eine solche Anlage für Sie lohnt, müssen Sie mit einem Heizungsfachmann mit Expertise für erneuerbare Wärme prüfen.

Gartenhaus Gasanschluss: Zu Risiken und Nebenwirkungen …

Ein Gasanschluss birgt Risiken: Damit

  • der Anschluss in Ihrem Gartenhaus
  • und auch der alltägliche Umgang mit dem Brennstoff

sicher sind, muss die Gasanlage bestimmten Vorschriften genügen: TRGI (Technische Regel für Gasinstallationenund) und TRF (Technische Regel für Flüssiggas) Unter anderem ist damit geregelt, dass Gasleitungen von mindestens 0,60 m bis höchstens 2,0 m unter dem Erdboden verlegt werden müssen. Für das Leitungsverlegen im Gartenhaus gilt: Die Gasleitungen können Sie unter dem Putz oder freiliegend (über dem Putz) verlegen (lassen). Unter dem Putz dürfen dann allerdings keine Hohlräume zu finden sein. Und: Gasleitungen dürfen demnach nicht in Rohrschächten verlegt werden. Zudem dürfen keine anderen Leitungen an den Gasleitungen befestigt werden.

Unser Tipp: Als Vorsichtsmaßnahme ist es ratsam, einen sogenannten Gaswarnmelder zu installieren. Der kostet zwar extra, und zwar deutlich mehr als ein herkömmlicher Rauchmelder, aber es geht hier schließlich um Ihre Sicherheit. Sie hätten gerne weitere Infos, welche Anschlüsse Sie für Ihr Gartenhaus möglich sind? Dann lesen Sie auch unsere Ratgeber:

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Titelbild: ©iStock/Evgen_Prozhyrko
Artikelbilder: Bild 1: ©GartenHaus GmbH; Bild 2: ©iStock/Dmitry Domnin; Bild 3: ©GartenHaus GmbH