Abriss und Entsorgung eines Gartenhauses: So geht es richtig!

Leider kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem man sich von seinem geliebten Gartenhaus trennen muss. Sei es aufgrund von Wetterschäden, Platzmangel oder weil sich die Bedürfnisse und Ansprüche an das Gartenhaus verändert haben. Allerdings gilt es dabei einiges zu beachten – von der richtigen Vorgehensweise bis hin zur fachgerechten Entsorgung und die nicht zu unterschätzenden anfallenden Kosten.

Abriss: Geht das auch ohne Profis?

Grundsätzlich gilt: Konntest du das Gartenhaus alleine aufbauen, kannst du es in der Regel auch selbst abbauen. Bestenfalls hast du dazu noch die alte Montageanleitung zur Hand, dann sollte der Abbau vom Ablauf her einfach nachvollziehbar sein.

Allerdings solltest du dich, bevor du loslegst, gut überlegen, ob du über die nötige Zeit und ein geeignetes Transportmittel für den anfallenden Sperrmüll verfügen. Denn der Abriss eines Gartenhauses ist mit guter Vorplanung, viel Zeit und einigen Vorkehrungen verbunden.

Solltest du dich trotzdem dafür entscheiden, die Kosten einer Baufirma zu sparen, suche dir Unterstützung im Freundes- und Familienkreis und treffe entscheidende Vor- und Nachbereitungen:

  • Zunächst steht die Entrümpelung der Geräte und Einrichtung an. Hier wird bereits erster Sperrmüll anfallen.
  • Am besten mietest du dir einen Baucontainer für den Sperrmüll. Beim Abriss eines Gartenhauses kommen gerne mal mehrere Kubikmeter Sperr- und Sondermüll zusammen, der anschließend entsorgt werden muss! Der Container wird von der Entsorgungsfirma geliefert und abgeholt und der darin enthaltene Sperrmüll fachgerecht entsorgt. Sei großzügig bei der Zeitberechnung. Je älter das Gartenhaus ist, desto stärker sind Nägel und Balken verzogen. Das erschwert das Auseinanderbauen der einzelnen Holzbretter erheblich. Auch Hitze und Regen können das Gartenhaus angegriffen haben und beispielsweise das Entfernen einer Bitumendachpappe erschweren, die dadurch gerne mal verklebt. Hier ein Beispiel, wie so ein Handabbruch aussehen kann. Dabei brauchen fünf Arbeiter für den Abbau ungefähr 5 Stunden inkl. Abräumung.

  • Der Abriss eines Gartenhauses ohne Hilfe ist nicht empfehlenswert. Suche dir Unterstützung im Freundes- oder Familienkreis.
  • Beachte, dass es für die verschiedenen Baumaterialien eigene Vorschriften für deren Entsorgung gelten. (Ausführliches dazu später.)
  • Falls du keinen Container mieten willst, suche vorher in deiner Umgebung nach einem geeigneten Wertstoffhof oder einer Entsorgungsanlage für den späteren Sperrmüll. Dabei wird dein altes Gartenhaus vermutlich nicht in einen Pkw passen. Am besten mietest du noch einen Sprinter für den Abtransport.

Egal, ob du eine Firma für die Müllbeseitigung bestellst oder selber zum Wertstoffhof fährst – das Abladen und Entsorgung kostet in jedem Fall etwas. Eine Übersicht über die durchschnittlichen Kosten für einen Container findest du hier (ca.113 – 170,- pro Tonne).

Spaten
Ein kleines Gartenhaus lässt sich auch selber abbauen.

Wie entsorge ich richtig?

Falls du nicht alles direkt mit dem bestellten Container entsorgen lässt, gilt wie bei allen Arten von Müll auch hier, die einzelnen Bestandteile zu sortieren.

Angefangen bei Metallen wie Nägel, Schrauben, Leisten oder Schlösser, über Glas und Dachpappe bis hin zu Holz. Metallische Gegenstände gehören dabei auf den Wertstoffhof, ebenso wie Glas und Bitumen oder Teer-Dachpappe.

Letztere sind besonders schädlich, da sie aus Teermaterialien bestehen, die bei Verbrennungen hochtoxische Gase freisetzen, die Luft und Grundwasser beeinträchtigen.

Bei Holz muss an sich nochmals getrennt werden. Dabei werden vier Klassen unterschieden.

  1. Naturbelassenes, nur mechanisch behandeltes Holz (A1)
  2. Verleimtes, lackiertes oder angestrichenes Holz (A2)
  3. Beschichtetes Holz (A3)
  4. Mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz (A4).

Je nach Kategorie fallen unterschiedliche Vorschriften und Kosten für die Entsorgung an.

Falls du zusätzliche Abfallarten beim Abriss feststellst, gehe auf Nummer sicher, bringe sie zum Wertstoffhof und lasse dich dort vom Fachpersonal beraten.

Abriss: durch eine Firma

Gartenhaus Abriss

Einfacher und unkomplizierter geht der Abriss mithilfe einer Fachfirma. Hierbei musst du dich weder um die Entsorgung noch um Sperrmüllvorschriften kümmern und auch nicht selbst Hand anlegen.

Allerdings kann so ein Abriss gut und gerne eine Summe im vierstelligen Bereich kosten – je nachdem wie groß und solide das Gartenhaus verarbeitet ist bzw. war. Am besten vereinbarst du zunächst einen Besichtigungstermin mit der Abrissfirma deiner Wahl und lässt dir einen detaillierten Kostenvoranschlag präsentieren. Die Kosten berechnen sich dabei aus Arbeitsaufwand, Entsorgung und eventuellen Zusatzgebühren durch spezielle Baumaschinen oder Sondermüll.

Sollte dein Gartenhaus auf einem Massivfundament wie beispielsweise Beton stehen, ist der Abriss durch eine Firma sehr empfehlenswert, da hier zusätzliches Know-how gefragt ist. Das Gleiche gilt, sollte das Häuschen zusätzlich über eine Nasszelle oder Küchenzeile verfügen. Insbesondere bei sehr alten Gartenhäusern ist professionelle Unterstützung ratsam!

Bei den meisten Gebäuden vor 1990 kamen bei der Isolation oftmals auch giftige Stoffe wie Asbest oder künstliche Mineralfasern zum Einsatz. Diese bedürfen aus gesundheitlichen Gründen einer fachmännischen Abtragung und fallen zudem unter das Arbeitsschutz- und BGR 128 Gesetz. Ansonsten ist die Vorgehensweise dabei grundsätzlich ähnlich wie die von Hand.

Nach der Entrümpelung, die viele Firmen ebenfalls zu übernehmen anbieten, werden Dach- und Holzbauten entfernt. Danach wird alles bis auf das Grundgerüst abmontiert oder abgetragen. Falls ein Handabbruch nicht ausreicht, wird das Fundament mit einem Bagger abgerissen. Der Bauschutt wird dann zusammen mit dem Sperrmüll vom Grundstück entfernt.

Aus Alt mach Neu

Altes Gartenhaus abreißen
Dieses Gartenhaus darf in den verdienten Ruhestand – und macht Platz für seinen Nachfolger …

Sobald das alte Gartenhaus nun seinen Dienst quittiert hat, ist wieder freie Nutzfläche vorhanden, die es zu bearbeiten gilt.

Soll kein neues, schönes Gartenhaus mehr den alten Platz einnehmen, kannst du die Fläche entweder neu bepflanzen oder auch ein Beet erschließen.

Je nachdem wie gut die Bodenbeschaffenheit und die Lage der Fläche ist, sind ein Nutzpflanzen- oder Kräuterbeet, eine Rosenecke oder ein Obstbaum schöne Möglichkeiten, um den Garten sinnvoll zu nutzen oder zu verschönern.

Falls es etwas ganz Neues sein soll, kann auch ein Teich eine Alternative werden. Die meisten entscheiden sich jedoch dafür, nicht auf ihr lieb gewonnenes Gartenhaus verzichten zu wollen und suchen einen schönen Ersatz.

Für Gartenhaus Inspirationen schaue gerne in unserem Shop vorbei, wir bieten zahlreiche Gartenhäuser in verschiedenen Designs und Ausprägungen an.

Dabei kannst du trotzdem neue kreative Ideen einfließen lassen. War das Gartenhaus zuvor nur Abstellraum für Gartengeräte, so kann das neue mit einem schönen Design auch zum Erholungs- und Rückzugsort werden, z.B. wenn du es als Atelier ausgestaltest.

Lasita Maja Gartenhaus Dallas

Für die Ausgestaltung eines kreativen Stübchens eignet sich ein Gartenhäuschen optimal, hier sind deinen Nutzungsmöglichkeiten definitiv keine Grenzen gesetzt.

Eine schöne Möglichkeit, die neue alte Fläche zu nutzen, ist eine Gartensauna. Besonders in der kalten Winterzeit ist mit ihr eine tolle Neuerung für den eigenen Garten geschaffen, gerne auch mit frischem Design!

Wie wäre zum Beispiel mit einer Fasssauna? Bestimmt das Highlight im Garten, diese zaubert eine hervorragende Atmosphäre und ist für deinen Besuch bestens geeignet.

Auch wenn der Abriss schwerfällt – so lohnt es sich doch meistens.

Neues blaues Gartenhaus

Wir wünschen dir viel Erfolg beim Abriss deines Gartenhauses!

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Titelbild: ©iStock/iahulbak,
Artikelbilder: Bild 1: ©iStock/LM3311; Bild 2: ©Gartenhaus.com/Kundenprojekt; Bild 3 – 5: ©Gartenhaus.com
Video: ©YouTube/KanalvonPukePals

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